s

Die Klever Geschichte

Dort, wo der Rhein Deutschland verlässt, um sich in den Niederlanden in zwei Flüsse zu teilen, liegt Kleve. Schon von weitem weist die Schwanenburg, das Wahrzeichen der einstigen Herzogstadt, den Weg.


Stolz erhebt sich die Burg auf einer steilen Anhöhe. Diese "Klippe", der Steilhang des Burgberges, gab der Stadt ihren Namen: Kleve (Kleve=Kliff). Die Spitze des Schwanenturms ziert bis heute ein Schwan,der seit jeher eine besondere Bedeutung hat. Die Klever Fürsten leiteten ihre Abstammung vom Schwanenritter Elias (Lohengrin) ab.

Erste Erwähnung Kleves

Geschichtlich belegt ist die erste Erwähnung Cleves indes um das Jahr 1020, als der deutsche Kaiser Heinrich II. den Grafen Rüdiger mit der Burg zu Cleve belehnt. Im Laufe der Jahre verstehen es die Klever Grafen und späteren Herzöge durch kluge Diplomatie und geschickte Heiratspolitik für eine blühende Stadtentwicklung zu sorgen. Durch die Vermählung der Herzogstochter Anna von Kleve mit Heinrich VIII. entsteht 1540 sogar eine Verbindung zum englischen Königshaus. 1609 stirbt Johann Wilhelm in geistiger Umnachtung ohne einen Erben und läutet damit das Ende einer glanzvollen Zeit ein.

Der Kurfürst von Brandenburg (1620-1688) übernimmt Kleve und macht Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen zum Statthalter. Dieser prägte mit seinen Bau- und Gartenideen maßgeblich das Stadtbild und die europäische Gartengestaltung des 17. Jahrhunderts.

Im 18. Jh. wird aus der Herzogsstadt durch die Entdeckung einer Mineralquelle schließlich ein Kurort. Der Erste Weltkrieg setzt dem Badbetrieb jedoch ein jähes Ende und im Zweiten Weltkrieg wird Kleve bei zwei schweren Luftangriffen stark zerstört. Kleve entwickelt sich nach dem Wiederaufbau zu einer lebendigen Kreisstadt, in der heute rund 50.000 Einwohner leben.

 

Die Geschichte der Stadt in Stichworten

10. - 11. Jahrhundert
Die Burg Kleve und eine dazugehörige Siedlung auf dem Kirchberg entstehen

1092
Erste Erwähnung des Ortsnamens Cleve

25. April 1242
Graf Dietrich (VI.) von Kleve verleiht den Einwohnern von Kleve Stadtrechte

um 1341
Graf Dietrich (IX.) verlegt das Stift von Monterberg nach Kleve
Die erweiterte Stadtmauer umschließt auch die Burgsiedlung auf dem Kirchberg sowie die Neustadt

ab Mai 1586
Der in niederländischem Dienst stehende Obrist Martin Schenk von Nideggen baut auf Geheiß des Grafen von Leicester, der von der englischen Königin Elisabeth gesandt wurde, eine Festung an der Gabelung von Rhein und Waal: die Schenkenschanz

25. März 1609
Mit dem Tode von Herzog Johann Wilhelm erlischt die klevische Dynastie

10. Juni 1609
Brandenburg und Pfalz-Neuburg übernehmen im Dortmunder Vertrag die gemeinsame Verwaltung des Herzogtums Kleve

12. November 1614
Provisorische Verteilung der klevisch-jülichen Erbmasse im Vertrag von Xanten: Kurfürst Johann Sigismund von Brandenburg erhält die Verwaltung des Herzogtums Kleve

1635
Die Festung Schenkenschanz wird von den Spaniern erobert, aber nach neunmonatiger Belagerung wieder verloren.
Einer gleichzeitigen Pestepidemie fallen zwei Drittel der Bevölkerung Kleves zum Opfer

29. Oktober 1647
Johann Moritz von Nassau-Siegen wird Statthalter von Kleve und Mark und lässt in den darauffolgenden Jahren barocke Gärten, Parks und Alleen in Kleve anlegen

1656/57
Nach Plänen von Jakob van Campen werden die Anlagen am Springenberg (Amphitheater) mit Teichen und Wasserspielen errichtet

1663/66
Aus der Burg wird ein barockes Schloss; Architekt Pieter Post betreut die Umbauten; der Statthalter lässt sein Palais "Prinzenhof" bauen

9. September 1666
Die Teilung der klevisch-jülichen Erbmasse von 1614 wird zwischen Brandenburg und Pfalz-Neuburg endgültig anerkannt

19. Juni 1672
Kapitulation der Besatzung von Schenkenschanz vor dem französischen Marschall Turenne

1678
Fürst Johann Moritz lässt bei Berg und Tal ein Grabmal errichten, er stirbt am 20. Dezember 1679

19. Oktober 1794
Truppen des französischen Revolutionsheeres nehmen Kleve ein

1877
Der Arzt Dr. Schütte entdeckt am Springenberg eine Mineralquelle. Ein Jahr später wird die Kur eröffnet: "Bad Cleve" entsteht

1878
Ernst Julius von Buggenhagen wird Präsident der Kleve-Märkischen Kriegs- und Domänenkammer in Kleve. Er gründet auf der Burg das "Museum römischer und vaterländischer Altertümer"

1879
Aufhebung des Regierungsbezirks Kleve und Abzug der Regierungsbeamten nach Düsseldorf

1846-1872
Das Friedrich-Wilhelm-Bad und das Badhotel mit Wandelhalle entstehen an der Tiergartenstraße

9. August 1909
Der Kaiser kommt: Kaiser Wilhelm II. und Kaiserin Augusta Viktoria besuchen Kleve zur Feier der 300jährigen Zugehörigkeitder Stadt zu Brandenburg-Preußen

7. Oktober 1944 und 7. Februar 1945
Zwei Luftangriffe zerstören Kleve

1. Juli 1969
Das heutige Stadtgebiet wird nach dem Gesetz über die kommunale Neuordnung festgelegt und reicht vom Reichswald bis an den Rhein

25. April 1992
Die Stadt Kleve feiert die "750-Jahr-Feier"

18. April 1997
Das Museum Kurhaus Kleve wird eröffnet

Mai 2009
Die Hochschule Rhein-Waal wird gegründet

Das wird Sie sicher auch interessieren!

Führung

Erfahren Sie bei einer Führung mehr über die Klever Geschichte!

Mehr Infos

Ein Tag in Kleve

Begeben Sie sich einen Tag auf eigene Faust durch Kleve!

Mehr Infos

Unterkunft

Bleiben Sie ein paar Tage und entdecken Sie Kleve!

Mehr Infos

Events

Ob Stadtführung, Konzert, Fest oder Vortrag - in Kleve ist immer was los!

Mehr Infos

Touristinformation

Weitere Informationen für Ihren Ausflug erhalten Sie hier!

Mehr Infos
loading

Laden