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Geschichte des Herzogtums Kleve

Kleve bestand seit etwa 1020 als Grafschaft und wurde 1417 zum Herzogtum erhoben. Der Sitz des Herrschers war die Schwanenburg in der Stadt Kleve, zeitweise auch Burg Monterberg bei Kalkar.

Anfänge der Grafschaft Kleve

Spätestens seit dem 15. Jahrhundert leiteten die Klever Grafen und Herzöge ihre Herkunft von dem Schwanenritter Elias ab. Die tatsächlichen Anfänge der Grafschaft Kleve liegen aber im frühen 11. Jahrhundert, als Kaiser Heinrich II. zwei Brüder als Grafen am unteren Niederrhein einsetzte, von denen Gerhard der Stammvater der Grafen von Geldern, Rutger der der Grafen von Kleve wurde.

Durch die Heirat Graf Arnolds I. mit Ida von Brabant gelangten die Klever Grafen in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts in den Besitz von Wesel, das zum Ausgangspunkt für weitere Erwerbungen auf der rechten Rheinseite wurde. Im 13. Jahrhundert erlangten die territorialpolitischen Aktivitäten der Grafen eine neue Qualität, wie die Kette von Städtegründungen ab 1241 und die umfangreich betriebene Binnenkolonisation zeigen.

1305, nach dem Tod Graf Dietrichs VI., regierten nacheinander seine Söhne Otto, Dietrich VII. und Johann als Grafen von Kleve, ohne legitime Söhne zu hinterlassen. Nach Johanns Tod 1368 konnte sich seine Großneffe Adolf von der Mark, der ehemalige Bischof von Münster und Elekt von Köln, gegen andere Bewerber durchsetzen und erlangte mit Hilfe seines Bruders Graf Engelbert von der Mark die Grafschaft Kleve.

Kleve wird zum Herzogtum erhoben

Kleve wurde 1417 von Kaiser Sigismund zum Herzogtum erhoben und gehörte seit 1500 zum Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts geriet es zeitweise unter starken Einfluss des Herzogtums Burgund. Herzog Johann III., der Friedfertige, schon seit 1511 Herzog von Jülich und Berg, vereinigte 1521 diese Herzogtümer mit dem Herzogtum Kleve und der Grafschaft Mark zu den Vereinigten Herzogtümern Jülich-Kleve-Berg. Damit vertrat er die weltliche Vormacht im niederrheinisch-westfälischen Reichskreis. Nachdem Johann Wilhelm IV. 1609 ohne Erben gestorben war, erhoben mehrere fürstliche Häuser Ansprüche auf seine hinterlassenen Länder Jülich, Kleve, Berg, Mark, Ravensberg und Ravenstein, was den jülich-klevischen Erbfolgestreit auslöste.

Lit: Klaus Flink: Die klevischen Herzöge und ihre Städte. 1394 bis 1592. In: Land im Mittelpunkt der Mächte. Die Herzogtümer Jülich - Kleve - Berg. Boss, Kleve 1984, S. 75-98, ISBN 3-922384-46-3

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