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Klever Ortsteile Brienen und Wardhausen

Der Klever Ortsteile Brienen und Wardhausen sind von Wasser geprägt. Hier befindet sich das Johanna-Sebus-Denkmal, das an das Schicksal des jungen Mädchens erinnern soll, dass im Hochwasser ertrank, um anderen zu helfen.

Brienen und Wardhausen trennt der Spoykanal, der seit Jahrhunderten als direkte Verbindung vom Rhein zum Hafen genutzt wird. An seinem Ende liegt die Schleuse, ein Gebäude, in dessen Mauern eine abwechslungsreiche Geschichte steckt.

Derzeit ist die Schleuse leider geschlossen.

Geschichte der Schleuse

Die erste Schleuse wurde im Jahre 1656 erbaut und obwohl die Fluten immer wieder ihren Tribut forderten, hielt die Bevölkerung an ihren Schleusen fest und entwickelte sie immer weiter. Das bekannteste Hochwasser erlebten die Bewohner im Januar 1809. Ein Deichbruch bei Kalkar führte die Wassermassen in die tiefer gelegenen Klever Vororte und der aufgestaute Eisgang verhinderte die Flucht der Menschen in die höher gelegene Stadt. Die Kirche in Brienen ging in den Fluten unter und Johanna Sebus, das Heldenmädchen aus Brienen, verlor ihr Leben. Die 17-Jährige hatte zunächst ihre Mutter durch die Fluten gerettet und beim Versuch, eine Nachbarin und deren Kinder in Sicherheit zu bringen, ertrunken. Goethe, den die Tat tief bewegte, widmete ihr noch im Todesjahr eine unvergessene Ballade. Zwei Jahre später setzte man Johanna zu Ehren ein Denkmal, das am Deich gelegen bis heute von vielen Ausflüglern besucht wird.

Auf der Briener Seite tummeln sich im Sommer zahlreiche Wassersportfreunde, denn seit vielen Jahren befinden sich hier zwei Yachthäfen, sowie das Domizil des Klever Rudervereins. Der Spoykanal wurde lange Zeit vor allem von Berufsschiffen befahre. Zu den Glanzzeiten, im 19. Jh. waren auf dem Kanal rund 600 Schiffe, darunter Dampf- und Vergnügungsschiffe unterwegs. Durch Untiefen und Niedrigwasser büßte er immer mehr an wirtschaftlicher Bedeutung ein.

Wardhausen

Karl der Große schenkte wahrscheinlich im Jahr 777 die "Briener Ward", d.h. Wardhausen, an das Kloster Echternach. 1381 verkaufte Heinrich von Wardhausen seine Grundherrschaft Wardhausen dem Grafen von Kleve.

Von hier lassen sich wunderschöne Radtouren starten, oder Sie machen hier einfach Rast, wenn Sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. Stellen Sie sich dann einfach mal auf die Schleuse, und genießen Sie den herrlichen Blick zum einen Richtung Kleve den Spoykanal hinunter, zum anderen die Aussicht auf den Altrhein und die phantastische Landschaft.

Johanna-Sebus-Denkmal

In der Nähe der Schleuse in Wardhausen wurde 1811 dieses Denkmal errichtet. Es erinnert an das 17-jährige Mädchen Johanna Sebus aus Brienen, das am 13. Januar 1809 beim Eisgang des Rheins und dem damit einhergehenden Dammbruch von Cleverham ertrank oder wie Goethe es formulierte "hülfereichend unterging". Die schwimmende Rose, die in die weiße Marmorplatte eingelassen wurde, ist ein Symbol aus Napoleons Zeit: damals wurde tugendhaften Mädchen die sogenannte "Tugendrose" verliehen.

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