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Eiserner Mann und Amphitheater

Der Neue Eiserne Mann

Der ursprüngliche Eiserne Mann wurde nach Entwürfen des im 17. Jahrhundert lebenden preußischen Statthalters in Kleve, Prinz Johann Moritz von Nassau-Siegen, 1653 errichtet und in das mit Skulpturen und Ornamenten geschmückte Amphitheater eingebunden.

Er war mit der von der Stadt Amsterdam 1660 geschenkten überlebensgroßen Marmorfigur Minerva, der Göttin der Künste und Wissenschaften, die Hauptattraktion der von Johann Moritz angelegten Gärten, Alleen und Sichtachsen.

Johann Moritz, schuf nach dem 80jährigen Krieg die größtenteils noch heute erhaltenen barocken Gartenanlagen, die jedem Bürger zugänglich sind, und an keine Schlossanlage angegliedert waren.

Eiserner Mann vor dem Kanal

Die ursprüngliche Skulptur

Der Eiserne Mann stand auf einer Feldschlange, die ihrerseits auf fünf eisernen Kugeln gelagert war.
Die Darstellung zeigte eine vollständige eiserne Ritterrüstung, einem langen Schwert, altdeutschem Streitkolben und großen Sporen. Diese Bildsäule war ca. zehn Meter hoch.

Das zierliche Postament, auf dem die fünf Kugeln ruhten, trug die Inschrift: "Omnes natura judices non artifices fecit (Die Natur hat alle Menschen zu Kritikern, nicht alle zu Künstlern gemacht)". Der Eiserne Mann war der Minerva zugewandt, sein Rücken zeigte zum Rhein bzw. zum Eltenberg. Während Minerva die schönen Künste, die Philosophie und die Wissenschaften symbolisierte, stand der Eiserne Mann als Symbol für Mars, den Gott des Krieges, der vom Statthalter Johann Moritz besiegt und als "Zeichen des süßen Friedens" zum Schutzherrn seiner Gärten gemacht wurde. Der Eiserne Mann wurde 1794 von den französischen Truppen unter Napoleon zerstört.

Nahaufnahme Eiserner Mann

Die heutige Skulptur

Die Beschaffung und Aufstellung des Neuen Eisernen Mannes am Amphitheater wurde als Geschenk der Klever Bürgerschaft verwirklicht. Die Enthüllung erfolgte am 18. Juni 2004. Zum 400. Geburtstag des Prinzen Johann Moritz wollte der Freundeskreis der Museen Kurhaus und B. C. Koekkoek ein Zeichen setzen.

So entwickelte sich die Idee, Kleves Logo des 17. Jahrhunderts und das Wahrzeichen der Klever Gärten in Abstimmung mit der Denkmalpflege wiederzubeleben. Der Bildhauer Stefan Balkenhol (geb. 1957) orientierte sich bei der Erstellung am Denkmal des 17. Jahrhunderts und übernahm dessen Aufbau.
Aus einem Betonfundament erhebt sich eine gusseiserne Säule, auf der eine goldene Kugel ruht. Auf dieser Kugel steht ein Mann aus Bronze, ein Mensch unserer Zeit, der eine schwarze Hose und ein weißes Hemd trägt. Das Schwert in seiner Rechten verbindet ihn einerseits mit der Mars-Figur des Johann Moritz, andererseits entrückt es ihn aus der Gegenwart. Stephan Balkenhols Mann ist ein Krieger wider eigenen Willens, zufällig mit einem Schwert bewaffnet, linkisch und leicht verletzlich.

Adresse

Neuer Eiserner Mann
Tiergartenstr.
47533 Kleve

 

 

 

Eiserner Mann und Museum Kurhaus

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