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Historische Gartenanlagen in Kleve

Im 17. Jahrhundert machte der brandenburgische Statthalter im Herzogtum Kleve, Johann Moritz von Nassau-Siegen, sich zum Ziel, seine Residenzstadt und ihr Umland zu einer nie da gewesenen Parklandschaft umzugestalten. Mit den Klever Gärten setzte er sich ein Denkmal, das von Berlin bis Versailles vielfach als Anregung diente.

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Jakob van Campen, der mit der Ausführung der Arbeiten betraut war, legte als zentralen Punkt den Sternberg an, von dem 12 Alleen ausgingen, die auf besondere Aussichtspunkte gerichtet waren.

Besonderer Blickfang ist bis heute das Amphitheater am Springenberg. In der Art eines antiken Theaters staffeln sich Böschungen und Mulden am Berghang, auf verschiedenen Terrassen spiegelt sich das Himmelsblau in Teichflächen. In der Mitte thront eine Statue der Pallas Athene.

Zur Feier des 400. Geburtstags von Johann Moritz wurde 2004 der von ihm 1653 errichtete "Eiserne Mann", der 1794 zerstört worden war, am historischen Standort mit einer Skulptur von Stephan Balkenhol wieder errichtet.

Vor den Anlagen des Amphitheaters endet der Kanal, der Kleve nach dem Willen von Johann Moritz mit dem Rhein verbinden sollte. Das rund 600 Meter lange Wasserbecken schafft einen weiteren "point de vue": er lenkt den Blick über die Rheinebene hinweg bis zum Eltenberg.

1782 ließ der klevische Kammerpräsident Julius Ernst von Buggenhagen den nahe gelegenen Forstgarten anlegen und pflanzte nach Art eines Botanischen Gartens 150 verschiedene fremdländische Gehölze, von denen bis heute mehrere Bäume erhalten sind.

Gartenanlagen

Kleve als Kurstadt

Mitte des 18. Jahrhunderts wurde der Park durch die Entdeckung einer Heilquelle zum Kurpark. In der Blütezeit von "Bad Cleve" wurde 1872 das Kurhaus mit Kurhotel und Wandelhalle gebaut, das heutige Museum Kurhaus Kleve.

Während der Napoleonischen Kriege wurden Teile der Gartenanlagen zerstört und sollten 1821 unter preußischer Herrschaft wieder aufgebaut werden. Gartenarchitekt Maximilian Friedrich Weyhe plante die Neugestaltung und gab den von barocker Symmetrie geprägten Anlagen den Charakter eines englischen Landschaftsgartens.

In der Klever Oberstadt, in ca. 2 km Entfernung zum Amphitheater, liegt der heutige "Prinz-Moritz-Park" in dem sich im 17. Jahrhundert die Stadtresidenz von Johann Moritz, der Prinzenhof, befand, der mit einem prächtigen Lustgarten umgeben war. Die Anlage wurde 1944 durch einen Luftangriff zerstört.

Auch südlich der Stadt, im "Alten Park" ließ Johann Moritz sternförmige Wege anlegen und künstliche Aussichtshügel aufwerfen. Hier führt heute der Prinz-Moritz-Wanderweg vom Fuße der Schwanenburg entlang des Kermisdahls zum Moritz Grabmal. Vorbei an den Sichtmarken "Spitzberg", "Sitz vor Freudenberg" und "Kiek in de Pott" gelangt man, nahe des Grabmals, zum Papenberg, der einen wunderbaren Ausblick auf die Klever Silhouette mit Schwanenburg und Stiftskirche bietet.

Infos zur Barrierefreiheit:

Die Wege in den historischen Gartenanlagen sind weitgehend flach, ohne Steigungen und durchgehend breit ausgebaut. Es gibt mehrere Holzbrücken mit flacher Schwelle, welche gut befahrbar, allerdings bei Nässe etwas rutschig sind. Zum Amphitheater führt ein recht steiler Weg mit weitfugigem Pflasterstein. Auf die halbe Höhe gelangt man aber auch über einen etwas flacheren Anstieg auf ebenem Untergrund. Den Cerestempel kann man über vier Stufen von vorne oder seitlich über eine Stufe betreten.

Hinter der Exedra führt ein kleiner Waldweg zum Kupfernen Knopf. Der unbefestigte Weg ist zwischendurch recht steil und bei Laub im Herbst ab und zu rutschig. Vereinzelt gibt es kleine, flache Stufen. Einen Handlauf gibt es nicht. Im gesamten Bereich der Gartenanlagen gibt es ausreichend Sitzgelegenheiten.

Der Forstgarten ist eine hauptsächlich ebene Fläche mit breiten, unbefestigten Wegen. Beim Übergang vom Forstgarten in Richtung Kanal gibt es eine leichte, asphaltierte Steigung (neben dem Eingang des Restaurants "Altes Landhaus im Forstgarten"). Sitzgelegenheiten sind ausreichend vorhanden.

Es gibt eine Behindertentoilette im nahegelegenen Restaurant "Altes Landhaus im Forstgarten", die jedoch nur bei Veranstaltungen geöffnet ist. Am Tierpark befindet sich eine weitere behindertengerechte Toilette, die zu den Öffnungszeiten des Tierparks benutzt werden kann.

Der Parkplatz an der Wasserburgallee / Ecke Tiergartenstraße verfügt über zwei gekennzeichnete Behindertenparkplätze.

Adresse

Historische Gartenanlagen
Tiergartenstraße
47533 Kleve


Parkplätze finden Sie am Museum Kurhaus Kleve und am Tiergarten Kleve.

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